Hidden Champions im deutschen Mittelstand: Herausforderung vernetztes Arbeiten

Was haben die Firmen Herrenknecht, Josef Gartner und Rudolf Wild gemeinsam? Sie gehören zu der gerade in Deutschland sehr großen Gruppe an so genannten „hidden champions“. So nennt man mittelständische Unternehmen, denen es gelang, nicht nur national, sondern auch international erfolgreich Nischenmärkte zu besetzen und dort eine (Welt-) Marktführerrolle zu erreichen. Und so ist Herrenknecht heute Weltmarktführer im Tunnelbau – mit dem Gotthard-Basistunnel hält das Unternehmen noch immer den „Weltrekord“ für den weltweit längsten Eisenbahntunnel (152 km). Gartner ist weltweit bekannt für seine maßgeschneiderten Gebäudefassaden – bekannte Beispiele sind das Taipeh 101, das MoMa in New York oder der Campus 2 von Apple. Und Rudolf Wild steht nicht nur hinter so bekannten Getränken wie Capri Sonne oder Libella, sondern ist mittlerweile einer der führenden Hersteller natürlicher Zutaten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Die Liste ließe sich noch lange weiterführen und zeigt, wie wichtig der Mittelstand für die deutsche Wirtschaft ist. Nicht umsonst wird er häufig als „Rückgrat der deutschen Wirtschaft“ bezeichnet. Immerhin gehören dieser Gruppe mehr als 99 Prozent aller deutschen Unternehmen an. Und auch international wird dem „German Mittelstand“ große Beachtung und sogar Bewunderung gezollt, denn er ist für fast 55 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Deutschlands verantwortlich und erwirtschaftet fast 36 Prozent des Gesamtumsatzes deutscher Unternehmen (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Factbook German Mittelstand, Mai 2014).

In Zeiten einer immer schneller fortschreitenden Globalisierung stehen mittelständische Unternehmen – ob „hidden champion“ oder nicht – heute allerdings vor einer Reihe großer Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um weiter diese führende Marktposition zu halten und damit auch weiter als „Motor der deutschen Wirtschaft“ zu fungieren.

Vernetztes Arbeiten in Zeiten globaler Märkte

Die immer rascher voranschreitende Globalisierung erhöht den Druck auch und gerade auf den deutschen Mittelstand und fordert in vielen Bereichen ein Umdenken. In Zeiten eines globalen Wettbewerbs mit einem riesigen neuen Marktpotential, aber auch einem ungeheuren Preisdruck und Wettbewerb aus den Schwellenländern und immer kürzeren Entwicklungs- und „Time-to-Market“-Zyklen für neue Produkte und Technologien spielt das Thema „vernetztes Arbeiten“ eine zentrale Rolle.

Niemand wartet heute mehr auf ein Angebot per Telefax oder einen Rückruf, der auf Grund von unterschiedlichen Zeitzonen erst einige Stunden später erfolgt. Die kontinuierliche Zugriff auf Unterlagen und Dokumente sowie der nahtlose Informationsfluss innerhalb eines weltweit tätigen Unternehmens, aber auch über Unternehmensgrenzen hinaus mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern ist bereits heute Erfolgsfaktor Nummer 1, wenn es für mittelständische Unternehmen darum geht, ihre führende Rolle auf internationalen Märkten zu halten und weiter auszubauen.

Für die eingangs genannten „hidden champion“-Beispiele bedeutet dies, dass das Projektteam auf der Baustelle eines Herrenknecht-Tunnelprojekts zum Beispiel für die U-Bahn in Peking genauso auf technische Unterlagen zurückgreifen muss wie die Ingenieure in den entsprechenden Planungsbüros. Wenn Gartner eine neue Glasfassade wie beispielsweise für die Elbphilharmonie plant, geschieht dies sicher in enger Abstimmung mit Architekten, Bauträger und Bauunternehmen. Und für Rudolf Wild ist es sicher eine Herausforderung, die 16 weltweiten Produktionsstandorte von Amsterdam über Manaus und Dubai bis Toronto kontinuierlich auf dem aktuellen Kenntnis- und Informationsstand zu halten.

Deshalb spielen Faktoren wie ein orts- und zeitunabhängiger Zugriff auf Daten und Dokumente, eine Versionskontrolle und die Nachvollziehbarkeit, wer wann an welchem Dokument gearbeitet hat, sowie die Möglichkeit, auch über mobile Endgeräte auf die Daten zugreifen zu können, eine zentrale Rolle. Denken Sie nur an den Tunnelbauer in der U-Bahn in Peking.

Darüber hinaus muss aber im „Backend“ gewährleistet werden, dass die Daten sicher und geschützt an einer zentralen Stelle vorgehalten werden, die rasch und flexibel auf unterschiedlichste Zugriffsarten und Zugriffshäufigkeiten reagieren kann. Außerdem ist es wichtig, sicherzustellen, dass jeder, der auf Dokumente zugreifen kann, nur das sieht, was er auch sehen darf. Dies gilt für die Konstruktionspläne und Vertragsunterlagen von Herrenknecht und Gartner genauso wie für die Rezepturen von Wild. Gerade die erst genannten Dokumente stellen noch eine weitere Herausforderung bei der länder- und unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. Sie lassen sich allein schon auf Grund ihrer Größe in der Regel nicht auf einen USB-Stick oder eine CD-ROM packen, geschweige denn als E-Mail-Anhang versenden.

Anforderungsprofil für eine Plattform für vernetztes Arbeiten

Das Anforderungsprofil für eine Plattform, die ein vernetztes Arbeiten in international tätigen Unternehmen ermöglicht, wird damit klar und deutlich:

  • Webbasierte Benutzeroberfläche für orts-, zeit- und endgeräte-unabhängigen Zugriff
  • Leistungsfähige Infrastruktur zum Speichern und Verwalten der Dokumente
  • Umfassende Managementfunktionen wie Versions- und Zugriffskontrolle sowie Rechtemanagement
  • Problemloser Austausch selbst großer Datevolumina
  • Mehrsprachigkeit

Prinzipiell ist es natürlich möglich, so eine Plattform in Eigenregie zu erstellen und zu betreiben, allerdings stellt sich die Frage, ob dies wirklich sinnvoll und notwendig ist. Mittlerweile gibt es auf dem Markt einige Komplettlösungen, die speziell für den Einsatz in international tätigen Unternehmen konzipiert wurden und sich vielfach bewährt haben. So verweist beispielsweise die Firma oodrive auf mehr als 14.000 Kunden, von denen der Großteil international tätige Unternehmen sind. Diese standen und stehen vor denselben Herausforderungen wie die drei eingangs genannten, willkürlich gewählten Unternehmen und konnten diese mit einer webbasierten Plattform für vernetztes Arbeiten erfolgreich bewältigen.

Fazit: Anstatt also das „Rad neu zu erfinden“, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob es nicht sinnvoller ist, auf eine bestehende Plattform zurückzugreifen. Wenn Sie allerdings selbst ein „hidden champion“ oder im internationalen Business tätig sind, sollten Sie sich unbedingt für eine Plattform entscheiden, die sich speziell im internationalen Einsatz bewährt hat.